KOMMENTAR ZU DEN LINIEN

Wenn man die vorliegende Übersicht studiert, bemerkt man rasch, dass auf dem "Blauen Berg" nicht nur kein russisches Blut mehr vorhanden, sondern auch nur noch eine mütterliche Linie übriggeblieben ist. Das war nicht so vorgeplant, denn ursprünglich waren da einige mehr. Aber die Erbfolge "YANNA / KUTCHIE / LEÏA & TÖCHTER", in inzwischen rein afghanischem Blut, hat sich eben am besten bewährt. >> Afghanische Hirtenhunde

 

pPashu

 

Gleichzeitig wurde die genetische Grundlage aber durch eine ganze Reihe ebenso unterschiedlicher wie ursprünglicher Rüden ergänzt und bereichert.

Nachdem seit 1993 eine erhebliche Anzahl Hunde durch unser Zuchtprogramm gegangen sind, wissen wir jetzt präziser worauf wir achten müssen und welche Eigenschaften wir suchen. Unseren Kriterien entsprechen eben wirklich nur noch die ganz ursprünglichen Typen.

Diese sind natürlich am schwierigsten zu finden, aber unsere Suche nach den letzen Ur-Hunden macht Fortschritte und wir haben wieder völlig neues Blut in den Elsässer Jura bringen können. Leider erschweren die neuen EU Hunde Import-Vorschriften unsere an sich schon schwierige Aufgabe noch erheblich und verunmöglichen momentan praktisch Importe aus Afhanistan. Dafür sind wir in Tadjikistan fündig geworden, von wo aus die Hunde zuerst in Russland "eingebürgert" werden müssen, um in die EU einreisen zu können. >>Tadschikische Hirtenhunde.

Importe von Russland nach Deutschland sind zum Glück noch relativ einfach (die Hunde müssen mit 3 Monaten gegen Tollwut geimpft werden und dann noch mindestens einen Monat warten), von wo aus die Tiere dann problemlos nach Frankreich können.

Die afghanischen Linien, von denen wir hier auf dem "Blauen Berg" wie gesagt schon die 5. Generation gezüchtet haben, sind nach wie vor unübertroffen was Gebäude und Gänge betrifft, aber auch sie sind natürlich nicht perfekt. Ihre Schwäche liegt bei den (manchmal blauen) Augen und der gelegentlich unregelmässigen Zahnstellung. Selbstverständlich wiegen ins unseren Augen ihre Qualitäten wesentlich schwerer als ihre Schwächen. Eigentlich ist ihr einziger wirklicher Fehler (für uns), dass man praktische nicht an sie herankommt, aber da können sie ja nichts dafür.

Unsere zwei neuen tadschikischen Linien müssen wir erst noch besser kennen lernen. Sie sind sehr unterschiedlich. Der Rüde ist sehr ursprünglich, um nicht zu sagen urtümlich, in einem ungemein behenden Arbeitstyp. Er strahlt grossen Charme und Charisma aus. Die Mutter unserer neuen Welpen und, soweit man das jetzt schon sehen kann, diese auch, sind in einem "modernerem", schwereren Typ, aber körperlich sehr leistungsfähig. Beide Linien haben sehr gute Augen und Zähne. Wenn man einen Schwachpunkt finden will, liegt der am ehesten in der Hinterhand. Diese ist ja die ganz grosse Schwäche vieler russischen Hunde. Bei "Khanjar" und "Balu" kann man einfach eine leichte kuhhessigkeit (x-Beine) feststellen, welche aber die Kraft und Harmonie des Bewegungsablaufes nicht zu stören scheint.

Viele Fragen die uns gestellt werden betreffen die Grösse und das Gewicht unserer Hunde. Wir haben uns verschiedentlich gegen den Gigantismus ausgesprochen (>> Körper/Entwicklung) und schliessen uns den Vorstellungen der Rasseklubs vergleichbarer Herdenschutzhunde an. Im Pyrenäenberghunde-Standard z.B. sind Tiere über 82cm Stockmass unerwünscht. Dies scheint vernünftig.

Die meisten Hunde aus unserer Zucht die wesentlich grösser wurden sind wegen mangelnder Beweglichkeit ausgeschieden. Es gibt Ausnahmen. Heute haben alle unsere erwachsenen Hunde ein Stockmass zwischen ca. 72 und 84 cm, wobei unter 76 cm selten ist. Das gleiche gilt für das Gewicht: Weit über 70kg ist offenbar jenseits der Masse die noch effizient bewegt werden kann. Eine Hündin des leichteren Typs kann auch mal nur 40 kg wiegen.

Wie gesagt sind offizielle Zuchtpapiere für uns zweitrangig. Wir bemühen uns aber trotzdem unsere Hunde früher oder später anzukören.

Im Moment sind folgende Tiere bereits von der "Société Centrale Canine", dem französischen Ableger der "Fédération Cynologique Internationale" (FCI) anerkannt und registriert:

"Khal", "Leïa" und "Pashou", "Aruna" als ursprüngliche Neueinträge. Dies sind eben nur noch die "auserwählten" afghanischen Linien, im Laufe der Jahre hatten wir zahlreiche andere Hunde mit viel Aufwand angekört und ihnen später unangekörte, ursprünglichere Individuen vorgezogen.

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