DIE TYPEN
Natürlich entspricht eine auf die schier endlosen Weiten Zentralasiens verteilte Rasse in keiner Weise unseren engen Vorstellungen einer homogenen Population.
Auf den ersten Blick scheint es fast etwas gewagt, von einer einheitlichen Rasse zu sprechen. Eigentlich handelt es sich eher um eine übergeordnete Rassendefinition, wie zum Beispiel die der nordischen Hunde. Es sind auch vereinzelte Anstrengungen im Gange, lokale Schläge als Rasse anerkennen zu lassen. Bei näherer Betrachtung erkennt man aber, dass der Vergleich mit den nordischen Hunden nur bedingt möglich ist. Bei diesen sind sich die einzelnen Rassen zwar äusserlich ähnlich, aber in ihrer Funktion und ihren Fähigkeiten teilweise sehr spezialisiert.
Die Zentralasiaten bleiben, trotz aller Unterschiede zwischen den lokalen Typen, immer reine Hirtenhunde, mit starken äusseren und inneren Gemeinsamkeiten.
Der FCI-Standard für die Zentralasiaten basiert auf dem russischen Standard, obwohl es sichja nicht eigentlich um eine russische Rasse handelt. Es gibt aber in den wirklichen Herkunftsländern noch keine offiziellen Rassenklubs in unserem Sinne. Der Standard ist jedoch glücklicherweise grosszügig genug formuliert um (fast) alle Typen zu erfassen. Es sind alle Farben und Farbkombinationen erlaubt und der Spielraum in Sachen Schulterhöhe ist realistisch gross.
Die lokalen Typen sind wie gesagt vielfältig und die Informationen darüber spärlich. Beim jetzigen, beschränkten Wissensstand muss man gezwungenermassen eine Vereinfachung wagen. Danach kann man die Untertypen nach folgenden Kriterien differenziern:
- NACH KLIMAZONEN >> siehe unten
- NACH VERWENDUNGSZWECK
- NACH GROSSRÄUMIGEN HERKUNFTSGEBIETEN
- NACH KOPFFORMEN
Diese Unterscheidungen müssen immer relativiert werden, denn man darf nicht übersehen, dass diese Tiere hauptsächlich Nomaden- und Karawanenhunde waren und zum Teil heute noch sind, weshalb diese "Wächter der Seidenstrasse" untereinander – trotz der grossen Distanzen und trotz der Landesgrenzen – immer wieder in Kontakt waren. So gibt es z.B. Bergstämme, die sich zeitweise in Steppen aufhalten, oder in Turkmenistan Nomaden, die ursprünglich aus Tadschikistan stammen etc.
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